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Barkeeper werden: Bewerbung, Eignung & Gehalt

Wie werde ich Barkeeper, was sind die Aufgaben und was verdient man an der Bar?

Als Barkeeper wird die Person hinter der Bar bezeichnet, die alkoholische und alkoholfreie Getränke aller Art serviert. Neben dem Kontakt zu unterschiedlichen Menschen und dem Trinkgeld, ist das Barkeeper-Dasein auch mit nächtlichen Arbeitszeiten und körperlicher Anstrengung verbunden. Ebenso variieren die Anforderungen stark nach Einsatzgebiet und Position. Ein Barkeeper in einem Fünf-Sterne Hotel muss international ausgerichtet sein und hervorragendes Englisch mit den Kunden sprechen, wogegen ein Barkeeper in einer Disco sich nur auf das Servieren von Getränken konzentriert. Weitere Einsatzorte sind die klassische Bar oder aber eine Anstellung im Restaurant.

Unterscheiden muss man noch den Barista, der sich auf die Zubereitung des Kaffees spezialisiert hat. Hier sind Kenntnisse im Bezug auf Kaffeesorten, Röstung und die Bedienung der Maschine wichtig.

Ein Barkeeper bereitet einen Cocktail zu

Barkeeper beim Zubereiten eines Cocktails

Barkeeper beim zubereiten von einem Cocktail

Barkeeper beim Flambieren eines Cocktails

Barkeeper: Voraussetzungen

 Kommunikative Ader: Eine Bar ist ein Ort, an dem die verschiedensten Menschen zusammenkommen. Deshalb sollte es dir gefallen unter Leuten zu sein und problemlos Konversationen halten zu können. Eine freundliche und offene Art zählen hier zu den wichtigsten Eigenschaften. Aber auch die interne Kommunikation mit Kellnern und Barbacks (Barkeeper-Assistent) muss trotz der hektischen und lauten Umgebung reibungslos funktionieren.

 Hohe Belastbarkeit: Meistens ist man die ganze Nacht am arbeiten und kommt erst sehr spät nach Hause. Hinzu kommt, dass ein Barkeeper ausschließlich steht und immer in Bewegung ist, weswegen eine bestimmte körperliche Fitness vorausgesetzt wird. Da der Kunde immer König ist, muss man ein dickes Fell haben, da manche betrunkene Gäste mit dem letzten Schluck Alkohol auch Ihre Hemmungen verlieren.

 Gutes Gedächtnis: Ein Barkeeper muss immer die Getränke der Karte kennen, welche sich auch ändert und erweitert wird, weswegen ein starkes Erinnerungsvermögen unabdingbar ist. Zu den Getränken kommt noch das jeweilige Inventar einer Bar und bestimmte Inhaltsstoffe der Spirituosen hinzu. Ein guter Barkeeper bietet einem Gast mit einer Weizenallergie, der nicht auf seinen Moskau Mule verzichten möchte, eben einen Wodka aus Roggen an.

 Multi-Tasking: Fast immer muss man mehrere Getränke zur gleichen Zeit zubereiten und neben dem Servieren dafür sorgen, dass alle Spirituosen vorhanden sind. Aber auch andere Zutaten wie Zitronenscheiben oder der Tabasco für eine Bloody Mary dürfen nicht fehlen. Das Arbeiten an mehreren Stellen lernt man aber mit der Zeit und entwickelt eine Intuition für seine Bar und das Inventar.

Tipp

Übt am Anfang mit Wasser und Plastikflaschen, damit ihr nicht den teuren Whisky verschwendet oder für unnötige Scherbenhaufen sorgt. Hier ist zum Beispiel die Anleitung für einen coolen Trick, mit dem ihr eure Kunden begeistern könnt!

Zwei Wege zum Barkeeper

Klassische Ausbildung

In der gehobenen Gastronomie und Hotellerie werden eine langjährige Erfahrung (3-4 Jahre) und eine Ausbildung in der Branche vorausgesetzt. In normalen Bars werden entweder neue Barkeeper nur mit einer Ausbildung als Hotel- oder Restaurantfachmann/frau angenommen, welche dann in einem Weiterbildungsjahr an der Bar Erfahrung sammeln. Anschließend kann man sich mithilfe einer privaten Schule auf den Abschluss als geprüften Barmixer IHK vor einer Industrie- und Handelskammer (IHK) vorbereiten. Die Ausbildungsdauer schwankt zwischen 108-148 Seminarstunden, welche je nach Ausbildungsstätte innerhalb von 12-20 Tagen absolviert werden können. Die Kosten liegen im Durchschnitt bei 1600€, hängen aber von der Stadt und dem Unternehmen ab.

Vom Runner zum Barkeeper

Viele Bars stellen jedoch Runner ein, die als Assistenten den Barkeeper unterstützen und von diesem angelernt werden mit dem Ziel, irgendwann selber an der Bar zu arbeiten. Hier muss sich das notwendige Wissen und Geschick durch Eigeninitiative angeignet werden. Typische Aufgaben eines Runners sind die Aufstockung der Bar sowie das Sammeln von leeren Gläsern und die Verantwortung für die Sauberkeit der Räumlichkeiten. Macht eurem Arbeitgeber von Anfang an klar, dass ihr angelernt und als Barkeeper arbeiten wollt, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.

Tipp

Egal für welchen Weg ihr euch entscheidet, um erfolgreich zu sein müsst ihr euch unermüdlich weiterbilden und alles Notwendige über die Barkunde lernen! Sammelt so viel Erfahrung wie möglich, um eure zukünftige Arbeitgeber mit soliden Referenzen zu überzeugen!

Arbeitszeit, Lohn & Aufgaben eines Barmixers

Arbeitszeit

Entsprechend des Arbeitsplatzes kann eine Woche sich unterschiedlich gestalten. In Bars fängt die Woche eher ruhig an und steigert sich von Tag zu Tag. Man fokussiert sich hier auf die Wochenenden oder gebuchte Veranstaltungen. In einem gefragten Hotel ist meistens die ganze Woche durch ein reges Geschäft, da viele internationale Gäste hier verweilen. Diskotheken verlassen sich auf den klassischen Wochenendbetrieb. Die typische Arbeitszeit für das Wochenende beginnt um 18-20 Uhr und endet erst nach dem letzten Gast, der anschließenden Reinigung & Vorbereitung für den nächsten Tag. Hier ist es nicht selten, dass man erst in den frühen Morgenstunden zuhause ist. Das alles variiert jedoch nach dem Ort und der Position. In vielen Großstädten und generell in touristischen Gebieten sieht oftmals jeder Tag so aus.

Durchschnittliches Gehalt für Barkeeper

Stundenlohn Tabellarisch dargestellt

Die Stundenlöhne sind Erfahrungswerte und können je nach konkretem Job schwanken.

Der Stundenlohn variiert stark nach Region und Position: Ein Bartender in einer Großstadt wie zum Beispiel München verdient mehr als sein Kollege in einem neuen Bundesland. Angefangen beim gesetzlichen Mindestlohn von 8,50€/Stunde, geht es bis zu staatlich geprüften Barmeistern, bei denen ein Stundenlohn von 25€ nicht selten ist. Diese bringen aber immer wertvolle Erfahrung mit und können Kunden einen Cocktail ganz nach ihren Wünschen kreiren. Durchschnittlich verdient man aber als Barkeeper 12€/Stunde. An einem Freitag arbeitest du ca. zehn Stunden, so dass du einen Lohn von 85 bis 120€ erwarten kannst

Trinkgeld Barkeeper

Zusätzlich zum Lohn können Barkeeper noch mit dem Trinkgeld rechnen, der bei einem Vollzeit-Angestellten, welcher an den Wochenden arbeitet, zwischen 500-800€ pro Monat liegen kann. Was man alles beim Trinkgeld beachten muss und wie man ihn steigern kann, erfahrt ihr hier. Aber auch beim Trinkgeld unterscheidet es sich: Angefangen vom Barkeeper einer Studentenkneipe, über die Besitzer von mobilen Cocktailbars bis hin zur Anstellung in den teuersten Hotelbars der Welt.

Aufgaben Barmixer

Vorbereitung:

Bevor es los geht, müssen aber noch einige Sachen erledigt werden, wie zum Beispiel das Schneiden der für die Getränke benötigten Obstsorten sowie das Polieren von Gläsern. Wenn es in deiner Schicht ein Happy Hour auf Mojitos gibt, solltest du definitiv mehr Limetten und Minzen vorbereiten als üblich. Zusätzlich müssen alle Spirituosen vorhanden sein und du solltest dich mit deinem Team über den Ablauf des Abends und die Aufgabenverteilung absprechen, weil es später keine Zeit dafür gibt.

Hier einige Fragen, die unbedingt geklärt werden müssen:

  1. Wer kümmert sich um den Floor?
  2. Wer kümmert sich um die Cocktail-Zutaten?
  3. Wer kümmert sich um das Eis?
  4. Wer kümmert sich um die Gläser & Spirituosen?

Showtime

Ab jetzt zählen nur noch die Bar und deine Gäste, welche du manchmal im Minutentakt mit Cocktails versorgen musst und die ein offenes Ohr von dir verlangen. Wenn du und dein Team gut eingespielt seid, kannst du dich voll auf deine Aufgabe konzentrieren und musst dir keine Sorgen um fehlendes Eis oder Limetten machen. Das nötige Wissen bei der Gläserauswahl oder über die verschiedenen Spirituosen & Cocktails zeichnen einen guten Barkeeper aus. Gäste sind begeistert, wenn man ihnen die Geschichte zu ihrem Lieblingscocktail erzählt.

Barkeeperin Melissa Williams bei der Arbeit
Barkeeper unterhält sich mit seinen Gästen

Egal ob Student, Manager oder Promi: Eine Barkeeper bedient Menschen aus allen Lagern. Genau deswegen musst du dafür sorgen, dass sich die Kunden wohl an der Bar fühlen und gerne wieder kommen. Falls ein Kunde unzufrieden ist, bleibe stets freundlich und finde eine angemessene Lösung mit der alle glücklich sind. Begeisterte Gäste erzählen es ihren Freunden und empfehlen die Bar weiter.

Nachbereitung:

Nach dem letzten Gast ist die Arbeit noch nicht getan. Die Bar muss wieder sauber sein und für den nächsten Arbeitstag vorbereitet werden. Das beinhaltet die Aufstockung und Zählung der verbrauchten Flaschen, sowie das Vorhandensein der Gläser und des Bestecks. Hinterlasse die Bar so, wie du sie gerne am Schichtbeginn vorfinden willst. Je nach Position gehören auch die Bar-Einkäufe sowie die Abrechnung am Ende des Tages zu den Aufgaben eines Barkeepers.

Tipp

Da man meistens erschöpft vom Servieren ist, schleichen sich am Ende bei der Reinigung oft Fehler ein oder es werden wichtige Aufgaben vergessen. Notiere dir einfach alle Schritte und arbeite diese immer nach dem gleichen Muster ab, so minimierst du Fehler und entwickelst schnell eine sorgfältige Routine!

Eindrücke und Kommentare zum Barkeeper-Job

Melissa Williams beim einschenken eines Weines

“I like being a bartender because it is always a good atmosphere. Everyone is happy to be out partying and having a good time. I also love the opportunity to be able to educate customers on what they are drinking and also helping them to find their new favourite drink. My profession is one of the jobs where you meet new people everyday and get to know about their lifes, and that never gets boring! Also the tip is not bad."

Melissa Williams, Barkeeper, Sydney, 25.

Vahdet als Barkeeper auf einer Hochzeit.

,,Während meines Work & Travel Jahres in Australien habe ich angefangen als Barkeeper zu arbeiten. Ich habe in dieser kurzen Zeit viele verschiedene Menschen kennen gelernt und unvergessliche Nächte erlebt! Ja, die Schichten am Wochenende waren wirklich stresssig und anstrengend, haben aber auch wirklich Spaß gemacht. Schnell habe ich gemerkt, dass die interne Kommunikation und das Zusammenspiel als Team die wichtigsten Erfolgsfaktoren waren."

Vahdet Cagli, Barkeeper, Berlin, 24.

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