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70 Tage Regelung beim Kurzfristigen Minijob

Arbeitnehmer dürfen maximal 70 Tage pro Jahr und nicht berufsmäßig eine Kurzfristige Beschäftigung ausführen

Die Kurzfristige Beschäftigung wird umgangssprachlich als Kurzfristiger Minijob oder 70 Tage Job bezeichnet und es gilt die 3 Monats bzw. 70 Tage Regelung. Das heißt, ein Arbeitnehmer darf maximal 70 Tage pro Jahr (bzw. maximal 3 Monate am Stück) als Kurzfristig Beschäftigter arbeiten.

Überblick zum 70 Tage Job


  • Zeitlich begrenzt auf 70 Tage
    Ein Arbeitnehmer darf pro Kalenderjahr maximal 70 Tage auf Kurzfristigen Minijobs arbeiten.
  • Nicht berufsmäßig
    Der Kurzfristige Minijob muss von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung sein.
  • Keine Verdienstgrenze
    Es gibt keine Grenze für den Stundenlohn bzw. das Gehalt bei den Kurzfristigen Minijobs.
  • Keine Sozialversicherungspflicht
    Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen.
  • Steuerpflicht, aber Rückerstattung möglich
    Arbeitnehmer arbeitet regulär auf Lohnsteuerkarte. Er kann aber im Rahmen einer Steuererklärung am Ende des Jahres seine Lohnsteuer ggf. zurückfordern.

Verlängerung auf 70 Tage bis Ende des Jahres 2018


Mit Einführung des Mindestlohns ab dem 1. Januar 2015 wurde auch die Höchstgrenze für kurzfristige Beschäftigungen ausgeweitet. Während bis 2014 galt, dass ein Arbeitnehmer maximal 50 Tage pro Jahr (bzw. 2 Monate) als Kurzfristig Beschäftigter arbeiten durfte, wurde dies nun auf 70 Tage pro Jahr (bzw. 3 Monate bei einer 5-Tage Woche) angehoben. Diese Anhebung auf 70 Tage gilt vorerst nur übergangsweise bis zum 31.12.2018, so dass ab dem 01.01.2019 wieder die 50-Tage-Regelung gilt.

Grund für diese 70-Tage-Regelung ist das Vorhaben des Gesetzgebers kurzfristig Beschäftigten, wozu auch Saisonarbeiter zählen, die Arbeitsbedingungen zu erleichtern. Saisonarbeiter sind für bestimmte Arbeitgeber unentbehrlich und konnten bisher nur 50 Tage als kurzfristig Beschäftigte engagiert werden, was oftmals zeitlich nicht ausreicht. Die Neuregelung zur Verlängerung der kurzfristigen Beschäftigung versucht diesem Engpass entgegenzuwirken, was Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung fördert.

Details zur 70 Tage Regel: Urlaub, Erkrankung, etc.


Es gilt sowohl die Drei-Monats-Regel als auch die 70 Tage Regel. Wenn ein Arbeitnehmer 5 Tage pro Woche arbeitet, dann darf er maximal 3 Monate am Stück als Kurzfristig Beschäftigter angestellt sein. Ab dem 4. Monat gilt er nicht mehr als Kurzfristig Beschäftigter, unabhängig davon ob die 70 Tage erreicht wurden.

Bezüglich der 70 Tage Regelung werden alle gearbeiteten Tage zusammengerechnet. Sollte also beispielweise der Kurzfristige Minijob über 2 Wochen gehen aber am Wochenende nicht gearbeitet werden, so zählen die Wochenende Tage auch nicht zu den 70 Tagen hinzu.

Bezahlte Urlaubstage dagegen werden auf die 70 Tage angerechnet. Denn ein Arbeitnehmer hat für jeden vollen Beschäftigungsmonat Urlaubsanspruch in Höhe von ein zwölftel des regulären Jahresurlaub und diese bezahlten Urlaubstage zählen im Zuge der 70 Tage Regelung als Arbeitstage. Wenn ein Arbeitnehmer weniger als einen vollen Monat beschäftigt ist, hat er dagegen keinen Urlaubsanspruch.

Ein Kurzfristig Beschäftigter Arbeitnehmer hat außerdem Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, wenn er mindestens 4 Wochen bei diesem Job beschäftigt ist. Auch diese Krankheitstage gelten hierbei als Arbeitstage in Bezug auf die 70 Tage Regelung.

70 Tage Regelung bei mehreren Kurzfristigen Minijobs


Es ist erlaubt mehrere Kurzfristige Beschäftigungen bei einem oder mehreren Arbeitgebern in einem Jahr auszuüben. Insgesamt dürfen die Kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse aber die Dauer von 70 Tagen pro Kalenderjahr nicht überschreiten.

Unabhängig von diesen Kurzfristigen Minijobs darf der Arbeitnehmer auch zusätzlich einen 450 Euro Minijob haben. Zwar handelt es sich sowohl bei der Kurzfristigen Beschäftigung als auch bei dem 450 Euro Minijob um eine geringfügige Beschäftigung, aber es sind unterschiedliche Arbeitsverhältnisse, denn der 450 Euro Minijob ist geringfügig entlohnt und er kurzfristige Minijob ist von kurzer Dauer unabhängig von der Entlohnung.

Weitere Informationen


Muster Arbeitsvertrag für eine Kurzfristige Beschäftigung

Lohnsteuer und Sozialabgaben bei der Kurzfristigen Beschäftigung

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