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Muster Praktikumsvertrag als Vorlage downloaden

Praktikantenvertrag Vorlage inklusive Erklärungen zum kostenlosen PDF oder Word Download

Einführung und Download

Ein Praktikumsvertrag (oder Praktikantenvertrag) definiert ein Arbeitsverhältnis auf Zeit, welches einem Ausbildungszweck dient. Dieser Muster Praktikumsvertrag kann dabei als Vorlage für alle Arten von Praktika genutzt werden und hat entsprechende Hinweise für die unterschiedlichen Praktikumsverhältnisse:

  • Pflichtpraktikum bei Studenten
  • Freiwilliges Praktikum bei Studenten
  • Schülerpraktikum
  • Vorpraktikum als Zulassungsvoraussetzung
  • Nachpraktikum nach Abschluss des Studiums
  • Jahrespraktikum zur Erlangung der Fachhochschulreife

Bei der Einstellung von Studenten ist die Unterscheidung zwischen Pflichtpraktikum ("echtes Praktikum") und freiwilligem Praktikum ("unechtes Praktikum") wichtig, da dies zahlreiche Auswirkungen auf Lohnanspruch, Urlaubsanspruch und Lohnortzahlung im Krankheitsfall hat. Dies können Sie auf dieser Seite unter Praktikums-Check: Pflicht vs. Freiwilliges Praktikum nachlesen.

Als Alternative zum Praktikumsvertrag bietet ggf. der Werkstudentenvertag für Studenten an oder ein Minijob Arbeitsvertrag für geringbezahlte Arbeitsverhältnisse.

Mit einem Klick auf einen der folgenden Links können Sie die Vorlage kostenlos als PDF oder Word Dokument herunterladen:

Rechtlicher Hinweis: Der Muster Vertrag und die Informationen auf dieser Seite dienen als Informationsquelle und ersetzen keine Beratung durch einen Rechtsanwalt. Es wird keine Garantie für die Richtigkeit gegeben.

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Praktikantenvertrag im Wortlaut


Praktikumsvertrag

Diese Vorlage ist sowohl für ein Pflichtpraktikum ("echtes Praktikum") als auch für freiwilliges Praktikum ("unechtes Praktikum") geeignet. Beim freiwilligen Praktikum gelten Arbeitnehmergesetze und zusätzlich § 26 BBiG. Bei einem Pflicht-Praktikum gilt der Praktikant aber nicht als Arbeitnehmer, was sich auf Vergütungsanspruch, Urlaubsanspruch, etc. auswirkt. In den entsprechenden Paragraphen dieses Muster Vertrags wird in kursiv auf diese Unterschiede hingewiesen.

Zwischen ________________________________________________
(Name und Adresse des Arbeitgebers )

- nachfolgend „Arbeitgeber“ genannt -

( ggf.: vertreten durch ______________________________________)

- nachfolgend „Arbeitgeber“ genannt -

und

Herrn/Frau________________________________________________

wohnhaft ________________________________________________

- nachfolgend „Praktikant/-in“ genannt -

wird folgender Praktikumsvertrag geschlossen:

§ 1 Vertragsdauer

Der Praktikant wird beim Arbeitgeber vom ________ bis zum ________ als Praktikant eingestellt.

Das Praktikantenverhältnis endet nach Ablauf dieser Zeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

§ 2 Probezeit

Die Probezeit beträgt __ Wochen oder __ Monate. Während der Probezeit kann das Praktikumsverhältnis von beiden Seiten jederzeit mit zweiwöchiger Frist ohne Angabe von Gründen gekündigt werden, näheres siehe "§ 11 Kündigung".

(Die maximale Dauer der Probezeit richtet sich nach der Länge des Praktikums und beträgt üblicherweise 1 weitere Woche pro Monat des Praktikums. Sie darf maximal 4 Monate betragen und im Unterschied zu einem Berufsausbildungsverhältnis kann diese weniger als 1 Monat betragen - aber es darf keinen vollständigen Verzicht geben. )

§ 3 Tätigkeit

Der Praktikant wird im Bereich _________________________ eingesetzt und, falls nicht betriebliche Gründe anderes ergeben, von _________________________ betreut.

Der Praktikant wird vor allem mit folgenden Arbeiten beschäftigt:

_____________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________

( Für ein Schülerpraktikum bzw. während des einjährigen Praktikums zur Erreichung der Fachoberschulreife gilt: Schüler dürfen keine weisungsgebundene Tätigkeit verrichten die dem arbeitstechnischen Zweck des Betriebes dient. Darauf sollte also bei der Tätigkeitsbeschreibung besonders geachtet werden. Ausnahme sind Schüler beruflicher Gymnasien zur Erreichung der Fachhochschulreife - bei diesen entfällt der Schülerstatus. )

§ 4 Vergütung

Der Praktikant erhält eine monatliche Bruttovergütung von ____ Euro.

(Beim freiwilligen Praktikum hat der Praktikant Anspruch auf Vergütung die sich nach dem üblichen Ausbildungsgehalt in seinem Bereich richtet. Übrigens: wenn der Monatslohn nicht mehr 450 € beträgt, kann der Praktikant die Freistellung der Rentenversicherung beantragen.)

Nach den gesetzlichen Bestimmungen hat der Praktikant keinen Anspruch auf Vergütung.

(Bei einem Pflicht-Praktikum hat der Praktikant kein Anrecht auf Vergütung)

§ 5 Arbeitszeit

Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt derzeit __ Stunden. Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit richten sich nach der betrieblichen Einteilung.

§ 6 Urlaub

(bei einem freiwilligen Praktikum gilt folgender Abschnitt)

Der Praktikant hat einen gesetzlichen Urlaubsanspruch von 2 Werktagen pro Monat seines Praktikums – ausgehend von einer Fünf-Tage-Woche. Diese Urlaubstage können schriftlich auf Antrag während des Praktikums in Anspruch genommen werden.

(bei einem Pflicht-Praktikum gilt)

Nach den gesetzlichen Bestimmungen hat der Praktikant keinen Urlaubsanspruch.

§ 7 Betriebsferien (optional)

Der Arbeitnehmer ist damit einverstanden, einen Teil seines Urlaubs während der Dauer der Betriebsferien (in der Regel vom 27.12. bis 31.12.) zu konsumieren.

(Betriebsferien bieten sich in ruhigen Phasen an, zum Beispiel zwischen Weihnachten und Silvester. Zulässig sind bis zu 3/5 des Gesamturlaubs als Betriebsferien festzulegen.)

§ 8 Krankheit

Ist der Praktikant infolge unverschuldeter Krankheit arbeitsunfähig, so ist diese Arbeitsverhinderung dem Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen.

Es besteht Anspruch auf Fortzahlung der Arbeitsvergütung bis zur Dauer von sechs Wochen nach den gesetzlichen Bestimmungen.

(dies gilt nur bei einem freiwilligen Praktikum)

Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem auf den dritten Kalendertag folgenden Arbeitstag vorzulegen. Diese Nachweispflicht gilt auch nach Ablauf der sechs Wochen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung früher zu verlangen.

In beiderseitigem Einvernehmen kann sich die Praktikumsdauer nach § 1 um die Krankheitstage verlängern.

(die Verlängerung des Praktikums um die Krankheitstage ist bei einem Pflicht-Praktikum relevant, da dieses meist eine Mindestdauer hat und Krankheitstage nicht mit mitgerechnet werden)

§ 9 Verschwiegenheitspflicht

Der Praktikant verpflichtet sich, während der Dauer des Arbeitsverhältnisses und auch nach dem Ausscheiden, über alle Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu bewahren.

§ 10 Nebentätigkeit

Jede entgeltliche oder das Arbeitsverhältnis beeinträchtigende Nebenbeschäftigung ist nur mit Zustimmung des Arbeitgebers zulässig.

§ 11 Kündigung

Während der Probezeit kann das Praktikumsverhältnis jederzeit fristlos ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Nach der Probezeit kann der Praktikumsvertrag nur durch den Praktikant unter Angabe der Gründe mit einer Frist von vier Wochen gekündigt werden. Die Kündigung bedarf der Schriftform.

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Vertragsteile unberührt. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.

(die Kündigung während des Praktikums ist gesetzlich fest reglementiert und bietet im Praktikumsvertrag praktisch keinen Spielraum)

§ 12 Verfall-/Ausschlussfristen

Die Vertragsparteien müssen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis innerhalb von drei Monaten (oder: sechs Monaten) nach ihrer Fälligkeit schriftlich geltend machen und im Falle der Ablehnung durch die Gegenseite innerhalb von weiteren drei Monaten einklagen.

Andernfalls erlöschen sie. Für Ansprüche aus unerlaubter Handlung verbleibt es bei der gesetzlichen Regelung.

§ 13 Zusätzliche Vereinbarungen

_____________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________

§ 14 Vertragsänderungen und Nebenabreden

Änderungen, Ergänzungen und Nebenabreden bedürfen der Schriftform; dies gilt auch für die Aufhebung der Schriftform selbst.

Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, wird hierdurch die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen nicht berührt.

Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, dem Arbeitgeber unverzüglich über Veränderungen der persönlichen Verhältnisse wie Familienstand, Kinderzahl, Adresse, Mitteilung zu machen.

_________________________

Ort, Datum

_________________________ _________________________

Unterschrift Arbeitgeber Unterschrift Praktikant/-in

Praktikums-Check: Freiwilliges Praktikum vs. Pflichtpraktium

Pflichtpraktikum Freiwilliges Praktikum Regulärer Arbeitsvertrag
Hauptgrund Vorgeschrieben laut Schul-/ Uni-Ordnung Frewillig zur Praxis-Vertiefung Geld verdienen
Zweck Ausbildungszweck Ausbildungszweck Reguläre Arbeit
Relevante Gesetze BBiG § 26 BBiG & Arbeitnehmergesetze Arbeitnehmergesetze
Mindestlohn Anspruch Nein Ja, wenn länger als 3 Monate Ja
Urlaubsanspruch Nein mind. 2 Tage pro Monat mind. 20 Tage pro Jahr
Lohnfortzahlung bei Krankheit Nein 6 Wochen 6 Wochen
Dauer der Probezeit 1 Woche bis 4 Monate 1 Woche bis 4 Monate 0 bis 6 Monate
Kündigungsfrist in der Probezeit fristlos möglich fristlos möglich mind. 2 Wochen
Kündigungsfrist nach der Probezeit 2 Wochen (nur vom Praktikant) 2 Wochen (nur vom Praktikant) mind. 4 Wochen

Mindestlohn Anspruch beim Praktikum

Bei einem Pflichtpraktikum hat der Student keinen Lohnanspruch. Es kann also vertraglich vereinbart werden, dass es unvergütet ist oder weniger als Mindestlohn gezahlt wird. Steht in der Studienordnung z.B. "mind. 6 Wochen Praktikum" so gelten nur diese 6 Wochen als Pflichtpraktikum.

Auch bei einem Freiwilligen Praktikum, dass maximal 3 Monate dauert, hat der Praktikant keinen Lohnanspruch. Auch hier kann also der Arbeitgeber weniger als Mindestlohn zahlen oder sogar verbeinbaren, dass es unvergütet ist. Arbeitet der Student aber auch nur einen Tag länger als die 3 Monate, so hat der Praktikant Anspruch auf Mindestlohn - und zwar rückwirkend für den gesamten Praktikumszeitraum. Der Arbeitgeber sollte deswegen im Anschluss an ein dreimonatiges Praktikum einen neuen Arbeitsvertrag über ein neues Arbeitsverhältnis abschließend, für das dann Mindestlohn gezahlt wird.

Es ist außerdem möglich im Anschluss an ein Pflichtpraktikum noch zusätzlich ein dreimonatiges freiwilliges Praktikum ohne Mindestlohn anzuschließen. Ist laut Studienordnung beispielsweise ein 6 wöchiges Pflichtpraktikum vorgesehen, so kann zunächst ein 6 wöchiges Pflichtpraktium ohne Mindestlohnanspruch abgeschlossen werden und im Anchluss ein neues Freiwilliges Praktikum über 3 Monate ohne Mindestlohnanspruch.

Aktuelle Rechtsprechung und Urteile zum Praktikantenvertrag

Relevante Neuigkeiten zur Gesetzeslage und Richterurterile rund zur Gestaltung von Praktikumsverträgen finden Sie hier. Wir machen regelmäßige Updates (aktueller Stand: November 2013).

  • 09.11.2009 - Beim bezahlten Praktikum droht Abzug beim Kindergeld (BFH 9.6.2011, III R 28/09)

    Bei einem zu hohen Gehalt verlieren die Eltern des Praktikanten den Anspruch auf Kindergeld. Auch hohe Aufwendungen für Miete, etc. im Zusammenhang mit dem Praktikum können nicht beliebig als Kosten mit dem Lohn verrechnet werden.
    Wenn das Gehalt jährlich über dem Jahresgrenzbetrag (Stand 2013: 8.004 €) liegt, dann wird es auf das Kindergeld angerechnet und kann zur vollständigen Kürzung führen. Mit diesem Jahresgrenzbetrag sind alle weiteren möglichen Ausgaben abgegolten.

    zum Kommentar mit weiteren Informationen

  • 19.11.2008 - Voller Lohnanspruch für vermeintlichen Praktikanten (AZ: 4 Ca 1187d/08)

    Bei einem Praktikum muss der Ausbildungszweck im Vordgrund stehen. Praktikanten dürfen also nicht nur als billige Arbeitskräfte verwendent werden, welche die normale Arbeit anderer Arbeitnehmer übernehmen.
    In diesem konkreten Fall musste der Arbeitgeber Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge der gesamten Praktikumsdauer nachzahlen und der Praktikant hat zusätzlich Anspruch auf einen vollen Arbeitslohn.

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