Kostenlose Schulung und Test für Verkäufer im Bereich Mode, Einzelhandel & Popup Stores inkl. Online Quiz
InStaff & Jobs GmbH19. Dezember 2016Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2025
InStaff & Jobs GmbH19. Dezember 2016Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2025
Um dich auf einen Einsatz als Verkäufer-/in speziell im Bereich Mode und
Bekleidung vorzubereiten, haben wir dir relevantes Wissen in unserer kostenlosen
Schulung zusammengestellt. Diese Schulung bezieht sich nicht auf alle
Modegeschäfte, sondern dient dem Verkaufspersonal für Geschäfte, Pop-Up Stores
oder Boutiquen, bei denen vor allem Kundenberatung eine wichtige Rolle spielt.
Falls du schon bei InStaff als Host/Hostess angemeldet bist, dann gib bitte im
Test die gleiche E-Mail-Adresse an, mit der du dich angemeldet hast.
Beim erfolgreichen Bestehen des Testes werden wir dies in deinem Profil
vermerken. So wissen potenzielle Kunden, dass du bereits theoretisches Wissen im
Verkauf hast und du hast bessere Chancen für einen Job gebucht zu werden.
Test enthält 38 Multiple Choice Fragen
Mindestens 75% sind zum Bestehen nötig
Test kann 3 mal durchgeführt werden
Du erhältst ein Abzeichen für dein InStaff Profil
Sie suchen Verkäufer / wollen als Verkäuferin arbeiten?
Bevor du einen Einsatz im Verkauf antrittst, solltest du dich in der
Vorbereitung zunächst mit der Marke und mit der Ware auseinandersetzen.
Denn jede Marke verfügt über ein Alleinstellungsmerkmal, welches sich von
der Konkurrenz hervorhebt und nach außen vermittelt wird. Die Besonderheit
kann beispielsweise das Material der Ware oder Stil der Marke sein.
Die detaillierten Informationen zur Marke wirst du in der Einarbeitung vom
Auftraggeber erhalten.
„Warum sollte der Kunde sich für diese Marke entscheiden?“
„Durch welche Besonderheit ist die Marke gekennzeichnet?“
können vorab erfasst werden, die dir helfen, Vorteile der Marke für den späteren Verkauf
zu entnehmen.
Äußeres Erscheinungsbild
Wie in den meisten Bereichen ist ein gepflegtes Erscheinungsbild auch im
Modeverkauf das A und O. Es wird allgemein auf saubere sowie frisch
riechende Kleidung Wert gelegt, welches für ein sicheres Auftreten sorgt und
einen ersten positiven Eindruck bei Kunden hinterlässt.
Arbeitskleidung
Es gibt drei Möglichkeiten zum Thema Arbeitskleidung, wobei der Auftraggeber
hier entscheidet.
1. Die Arbeitskleidung wird dir komplett vom Auftraggeber bereitgestellt.
2. Klare Vorschriften zum Stil der Kleidung sind vom Arbeitgeber gegeben.
Beispiel: dunkle Jeans, weißes Oberteil und schwarze Schuhe, keine
Accessoires
3. Keine strikten Vorgaben vom Arbeitgeber. In dem Fall solltest du darauf
achten, dich immer modebewusst passend zur Marke einzukleiden.
Damen
Zum Erscheinungsbild einer Verkäuferin darf ein angemessenes Make-Up und
Hairstyling nicht fehlen. Grundsätzlich gilt immer “Weniger ist mehr”.
Mit einem dezenten Make-Up bist du auf der sicheren Seite. Je nach Art des
Modegeschäftes können allerdings auch betonte Augen und roter Lippenstift
erlaubt sein. Beim Hairstyling hast du vorwiegend viel Freiraum, du kannst
die Haare sowohl offen, als auch gebunden tragen. Achte immer darauf, dass
deine Hände und Nägel gepflegt aussehen. Wenn es erlaubt ist
Nagellack zu tragen, dann eignen sich am besten Nude-Töne, die dir einen
natürlichen Look verleihen.
Herren
Im Gegensatz zu einer Verkäuferin gibt es bei den Herren deutlich weniger zu
beachten. Für die Haare sollte nicht übermäßig viel Haargel und andere Haarpflege
verwendet werden. Ein glattrasiertes Gesicht ist kein Muss, aber ein eventueller
Bart muss gepflegt aussehen. Wird ein Parfüm in Erwägung
gezogen, dann wähle möglichst einen angenehm dezenten Duft aus.
Für beide gilt, dass Kaugummikauen, sowie Essen und Trinken auf der
Verkaufsfläche untersagt ist. Ein kleiner Bonbon zwischendurch für einen frischen
Atem ist erlaubt, da du viel Kundenkontakt sowie Kundengespräche im Verkauf
hast.
Sie suchen Verkäufer / wollen als Verkäuferin arbeiten?
Betritt ein Kunde das Geschäft, verschafft er sich erste Eindrücke durch seine
Sinnesorgane. Er nimmt den Look, die Musik und den Geruch des Ladens wahr. Als
Erstes begrüßt du den Kunden zeitgemäß mit einem freundlichen Lächeln innerhalb
von 30 Sekunden im Geschäft und vermittelst ihm das Gefühl, Herzlich willkommen
zu sein. Achte immer darauf sichtbar positioniert zu sein, den Blickkontakt zum
Kunden zu halten, sowie auf deine offene Körperhaltung. Aus Höflichkeit werden
die Kunden vorwiegend gesiezt.
Situationsbeispiele nach der
Begrüßung
Kundentypen
Verhalten des Verkäufers
Kunde interessiert sich für eine Ware,
indem er sich die Ware anschaut und in die Hand nimmt.
„Der Pullover, den Sie sich gerade anschauen ist aus
unserer neuen Kollektion. Er hält sehr warm und die Farbe
passt gut zu der aktuellen Jahreszeit. Wenn Sie dazu
Fragen haben, helfe ich Ihnen sehr gerne weiter.”
Kunde schaut sich zurückhaltend im Geschäft um.
„Wenn Sie eine Frage haben, können Sie mich jederzeit einfach
ansprechen.”
Kunde verhält sich abweisend.
Begrüße den Kunden und befinde dich in seiner Nähe für eventuelle
Fragen.
Kunde kommt gezielt auf Verkäufer zu und spricht ihn als Erstes
an
„Hallo, ich suche einen roten Pullover, den ich online bei Ihnen gesehen
habe.”
Zeige und präsentiere dem Kunden die Ware.
Ist der Pullover nicht vorhanden, Alternativen zeigen, mit gleichem
Schnitt und ähnlicher Farbe oder schaue nach, ob eine Nachbestellung
möglich ist.
In der Regel ist es deine Aufgabe den Kunden zuerst anzusprechen.
Versuche die Körpersprache des Kunden zu lesen und finde etwas heraus, was zur
Begrüßung anregt. Du hinterlässt dabei einen positiven Eindruck.
Vermeide möglichst die Frage, “Guten Tag! Kann ich Ihnen weiterhelfen?”
Mit dieser Standardfrage fühlt sich der Kunde eher gedrängt, neigt dazu keinen
Kontakt mit dir aufnehmen zu wollen und antwortet häufig mit
“Nein, danke ... ich schaue mich erst einmal um.”
Der erste Kontakt zu dem Kunden kann auch mit einer unmittelbaren und einer
authentischen Interaktion anfangen. Du kannst mit einem Smalltalk beginnen, wobei
es an dieser Stelle noch nicht zum Verkauf führen muss. Mit authentisch ist gemeint,
dass dein Auftritt die Marke widerspiegelt.
Nicht jeder Kunde, der in ein Geschäft hineingeht, möchte nach der Begrüßung
beraten werden. Kunden signalisieren beispielsweise durch Meidung des
Blickkontaktes, dass sie auf keine Unterstützung
angewiesen sind. Es kann sein, dass der Kunde sich die Ware ohne deine Hilfe
aussucht oder erst später mit einer Frage auf dich zukommt. Du solltest dich
daher immer in der Nähe des Kunden befinden. Kunden, die nicht in Kauflaune sein
sollten, sollen dennoch immer mit einem guten Eindruck den Laden verlassen,
um später wiederzukommen.
Ermittlung der Bedürfnisse und Ansprüche des Kunden
Versuche durch offene, zweckmäßige und zielgerichtete Fragen mithilfe der
W-Fragen Technik die Interessen des Kunden zu verstehen.
Beispiel
„Zu welchem Anlass möchten Sie den Pullover tragen?”
„Wozu wollen Sie den Pullover tragen?”
„Welches Material bevorzugen Sie?”
Durch aktives Zuhören kannst du hierbei den Stil des Kunden schon erkennen und
versuchen diesen einzuordnen. Des Weiteren ermöglichen dir die Fragen die
Wünsche und Bedürfnisse des Kunden umfassend zu verstehen, um ihm
danach passende Ware vorschlagen und präsentieren zu können.
Mit zusätzlichen Verständnisfragen in der Beratung bekommt der Kunde zu spüren,
dass du ihm aktiv zuhörst und ein persönliches Interesse hast.
Beispiel
Verkäufer: „Zu welchem Anlass möchten Sie das Kleid tragen?”
Kunde: „Ich bin das Wochenende zu einer Silberhochzeit eingeladen.”
Verkäufer: „Möchten Sie bei der Feier elegant auftreten?”
Der Kunde wird dir auf die letzte Frage mit “Ja” oder “Nein” antworten.
Antwortet er dir mit “Nein”, wird er dir entweder seine Wünsche äußern oder
du stellst ihm weitere Verständnisfragen, um seine Bedürfnisse weiter zu
ermitteln.
Warenpräsentation
Bei der Warenpräsentation zählen deine Marken- und Warenkenntnisse, die du immer
mit Kundennutzen verbinden solltest. Du solltest dem Kunden die Ware in die Hand
geben, damit er das Material fühlen kann. Hebe die Besonderheiten des
Kleidungsstückes hervor, die du mit einem ernstgemeinten Kompliment auf den Kunden
übertragen kannst.
Beispiel
„Die Farbe des Kleides passt sehr gut zu Ihrem Teint.”
„Der Pullover ist aus 100 % Baumwolle und trägt sich sehr angenehm.”
„Sie wirken in dem Kleid sehr elegant.”
Kann sich der Kunde zwischen zwei Artikeln nicht entscheiden, berate
ihn mithilfe von wichtigen persönlichen Nutzenargumenten. Beachte hierbei,
dass du ihn nicht zur Entscheidung drängst.
Wenn du bereits das Bedürfnis des Kunden getroffen hast, ist es Zeit ihm
weitere passende Artikel aus dem Sortiment zu präsentieren. Denn zu jedem
Einkauf, sollte mindestens ein ergänzender Artikel angeboten werden, ohne
ebenfalls aufdringlich zu wirken. Nutze die Beziehung zum Kunden und versuche
Glaubwürdigkeit gegenüber dem Kunden für Entscheidungen aufzubauen.
Beispiel
„Zu der Tasche haben wir noch ein passendes Portemonnaie.”
„Möchten Sie zu dem Rock mal die Bluse anprobieren?”
Zögert der Kunde und entscheidet sich letztendlich für keine Ware, so reagiere
freundlich, indem du beispielsweise fragst, ob er die Ware reservieren lassen
möchte oder sage ihm, dass er es gerne noch einmal überdenken und ein andermal
wiederkommen kann.
Kennzeichen guter Beratung
Umgangsformen
Für eine erfolgreiche Beratung sind gute Umgangsformen gegenüber Kunden die wesentliche
Voraussetzung. Neben Höflichkeit und Freundlichkeit solltest du Kunden im
Gespräch immer ausreden lassen. Die Wörter wie “Bitte” und “Danke” dürfen nicht in Vergessenheit geraten.
Durch das Stellen von Fragen zeigst du dem Kunden dein Interesse.
Ehrlichkeit
Ehrlichkeit ist der beste Weg um Vertrauen aufzubauen. Vertrauen ist wiederum
der beste Weg für das Verkaufen. Wenn dem Kunden das Kleidungsstück nicht optimal
passt bzw. steht, dann solltest du möglichst ehrlich zu ihm sein und ihm
geeignete Alternativen vorschlagen.
Service
Um deinen persönlichen Service positiv zu stärken, biete dem Kunden während der
Konversation etwas zu trinken an, zum Beispiel ein Glas Wasser. Der Kunde bekommt
das Gefühl vermittelt, dass es dir wichtig ist, sich im Geschäft wohlzufühlen.
Hilfsbereitschaft
Sollte ein Kleidungsstück nicht mehr in der richtigen Größe des Kunden vorhanden
sein, dann schaue, ob das Kleidungsstück in einer anderen Filiale vorhanden
ist oder ob eine Nachbestellung möglich ist. Notiere die persönlichen
Kontaktdaten des Kunden, um dich direkt bei ihm melden zu können, sobald
dieser Artikel wieder im Geschäft verfügbar ist. Durch diesen Service zeigst
du dein authentisches Interesse gegenüber dem Kunden. Er selber wird merken,
dass du ihn vollkommen zufrieden stellen möchtest.
Sales Promotion
Für einen stärkeren Verkauf werden kundenorientierte Maßnahmen eingesetzt.
Das können beispielsweise Rabatt-Aktionen, 2 für 3, Pre-Sale oder Ähnliches sein.
Sollten solche Aktionen vorhanden sein, ist es von hoher Bedeutung diese mit in
die Beratung einzubinden.
Verkaufsabschluss
Nach der Beratung fokussierst du dich auf den Abschluss des Verkaufes und sorgst
für den letzten positiven Gesamteindruck des Kunden.
Die ausgewählte Ware des Kunden wird entsichert, sorgfältig zusammengelegt und
in eine Tüte gepackt. Durch deine Anregungen stellst du sicher, dass der Kunde
gerne wiederkommt. Du kannst ihn über Aktionen und Sales informieren
oder ihm ein Prospekt aushändigen. Verabschiede dich freundlich und bedanke dich
für seinen Einkauf.
Beispiel
„Vielen Dank für Ihren Einkauf!
Ich wünsche Ihnen viel Freude damit und hoffe, Sie bald wieder hier begrüßen zu
dürfen. Viel Spaß noch bei Ihrer Shopping-Tour!"
Reklamation, Umtausch und Rückgabe
Nach dem Kauf eines Kleidungsstückes kommt es vor, dass sich Kunden doch
entscheiden, die gekaufte Ware im Geschäft wieder umzutauschen oder zurückzugeben.
Hierbei gelten folgende Regeln.
Gesetzliche Regelungen
Weist die gekaufte Ware einen Sachmangel vor, beispielsweise durch einen
Produktionsfehler, so kann der Kunde dies reklamieren. Das bedeutet, dass die
zugesicherte oder zu erwartende Eigenschaft der Ware nicht vorhanden war.
Der Kunde hat hierbei als Käufer gesetzliche Rechte bei Mängeln
(§ 437 BGB):
1. Recht auf Nacherfüllung (§ 439 BGB):
Er hat die Möglichkeit auf einen Anspruch
auf Nacherfüllung, welcher besagt, dass der Mängel der reklamierten Ware entweder
beseitigt oder gegen ein fehlerfreies Produkt umgetauscht wird. 2. Ist die Nachbesserung der Ware allerdings nach dem zweiten Mal fehlgeschlagen, kann
der Kaufpreis zurückerstattet (§ 440 BGB) werden.
Allgemeine Regelungen
Beim grundlosen Umtausch, also Nichtgefallen einer Kaufsache gibt es keine
gesetzliche Regelung. Der Verkäufer ist keinesfalls verpflichtet den Umtausch
des Kunden anzunehmen. Meistens erfolgt der Umtausch oder die Rückgabe aus
Kulanz, da der Verkäufer seine Kunden zufriedenstellen möchte. Es ist zu beachten,
dass ein Umtausch nur durch Einverständnis eines Managers erfolgt. Hinweise zum
Umtausch sind vom Kassenbeleg oder von aushängenden Schildern im Geschäft zu
entnehmen.
Grundsätzlich gilt, dass neue und unbenutzte Ware auf Vorlage des Kaufbeleges
umgetauscht werden kann. Das Recht auf Umtausch beläuft sich dieser Zeitraum auf
14 Tage. Sollte kein Kassenbon vorliegen und der Einkauf wurde bargeldlos
bezahlt, gilt auch der Kontoauszug als Beweis. Achte also zu Beginn eines
Warenumtausches auf den Kaufnachweis.
Die Rückerstattung wird bei dem Kauf der verwendeten Zahlungsart gutgeschrieben,
Gutschein oder der Erhalt einer neuen Ware ist auch möglich.
Unterwäsche/Badesachen, Accessoires oder bereits getragene Schuhe sind vom
Umtausch ausgeschlossen, sowie reduzierte Ware, die in der Regel ebenfalls
nicht umtauschbar ist.
Verhaltensweise bei besonderen Situationen
Wenig und viel Kundschaft
Befinden sich wenige bis keine Kunden im Geschäft oder ist dein Mitarbeiter mitten
im Kundengespräch, dann solltest du versuchen immer in Bewegung zu sein. Die
Verkaufsfläche und Umkleidekabinen sollten stets sauber gehalten werden.
In dieser Zeit kannst du die Kleidung ordentlich zusammenlegen oder aufhängen,
notwendige Ware auffüllen und sichern sowie kontrollieren, ob alles an der
richtigen Stelle platziert ist.
Halten sich viele Kunden zu einem Zeitpunkt im Geschäft auf,
solltest du versuchen immer einen Überblick zu behalten, aufmerksam zu sein und
vor allem Ruhe zu bewahren. Solltest du dich in einem laufenden Kundengespräch
befinden, entschuldige dich kurz bei ihm, wenn du dies unterbrechen musst,
um andere Kunden zu helfen oder zu beraten.
Wichtig ist, dass du den Kontakt zu den Kunden nicht verlierst, sichtbar
positioniert bist und immer zuvorkommend sowie ansprechbar bist.
Schwierige Kundschaft
Wie in allen Bereichen begegnest du täglich unterschiedliche Kundentypen.
Verhalte dich immer höflich und freundlich. Sei zudem geduldig und versuche den
Kunden stets das Gefühl zu vermitteln, dass du sie verstehst. Schwierige Kunden
könnten beispielsweise Touristen sein, die nicht dieselben Sprachen beherrschen,
wie du. Hierbei kannst du auch einen Mitarbeiter zur Hilfe holen.
Es gibt Kunden, die viele Fragen stellen. Achte darauf, dass du jeden Kunden
zufriedenstellst. Bei unentschlossenen Kunden ist es wichtig, sie nicht
unter Druck zu setzen, indem du versuchst sie zu überzeugen.
Verhaltensauffällige Personen
Solltest du das Gefühl haben ein Kunde verhält sich auffällig und versucht
unmittelbar etwas einzustecken oder mitzunehmen, das ihm nicht zusteht,
dann spreche ihn keineswegs direkt an und unterstelle ihm nicht, er habe
etwas gestohlen. Formuliere deine Vermutung auf indirekter Weise.
Beispiel
„Ich sehe, Sie interessieren sich für das rote T-Shirt …
dieses würde sehr gut zu der dunkelblauen Jeans passen.”
Im Falle eines offensichtlichen Diebstahls bleibst du im Geschäft und rennst
der Person unter keinen Umständen hinterher. Hier gilt: Sicherheit geht vor. Triff
Entscheidungen nicht alleine, sondern hole dir immer einen Mitarbeiter zur Hilfe.
Sie suchen Verkäufer / wollen als Verkäuferin arbeiten?
Interessiert sich ein Kunde für ein Kleidungsstück, hat er oftmals Fragen
zum Material und der dazugehörigen Pflege. Materialkenntnisse solltest du
im Vorfeld beherrschen, um im Verkauf (insbesondere in der Kundenberatung)
richtig argumentieren zu können. Einige Stoffe mit den jeweiligen Eigenschaften,
die du grundlegend im Modeverkauf wissen solltest, haben wir dir
zusammengestellt.
Baumwolle (CO)
Die Naturfaser wird aus dem Samen der Baumwollpflanze gewonnen und ist durch
aufgrund ihrer Weichheit sehr hautfreundlich. Im Vergleich zu Kunstfasern
ist die Baumwollfaser sehr saugstark, zieht Wasser sowie Schweiß an, trocknet
jedoch langsam. Zu den Vorteilen, die Baumwolle auszeichnen, zählen die gute
Strapazierfähigkeit und Robustheit. Aufgrund der nur geringen Elastizität, neigt
Baumwolle allerdings dazu zu knittern.
Pflege: pflegeleicht, kann bei bis zu 95 °C gewaschen werden
Elasthan (EL oder AE)
Die Kunstfaser ist besonders durch die hohe Elastizität und Dehnbarkeit
gekennzeichnet. Das Material ist zudem leicht, glatt sowie weich und formbeständig.
Elasthan wird meist zusammen mit anderen Kunstfasern verwendet und aufgrund des
Tragekomforts vorwiegend für Sportbekleidung, Unterwäsche und Bademode genutzt.
Pflege: pflegeleicht, gut waschbar bis zu 40 °C
Leinen (LI)
Die natürliche Textilfaser, welches schon vor tausenden Jahren genutzt wurde,
ist ein idealer Stoff für die sommerliche Oberbekleidung. Leinenstoffe fühlen sich
auf der Haut kühl und frisch an, da sie viel Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese
wieder an die Umgebung abgeben. Sie ist zudem bakterienabtötend, atmungsaktiv und
schmutzunempfindlich sowie durch ihre Festigkeit gekennzeichnet.
Der Nachteil ist jedoch, dass Leinen durch die geringe Elastizität
knitter anfällig an.
Pflege: bis zu 40 °C waschbar, nicht für den Trockner geeignet
Kaschmir (WS)
Die edle und hochwertige Naturfaser wird aus dem Unterfell der Kaschmirziege
gewonnen. Kaschmir fühlt sich sehr weich, leicht und seidig an. Die feine Faser
verleiht ein hautschmeichelndes Tragegefühl und wärmt optimal an winterlichen Tagen.
Durch Reibung können jedoch kleine Knötchen auf der Oberfläche entstehen.
Pflege: kurz und maximal bei 30 °C bei Handwäsche, bei Kaltluft trocknen
Polyester (PES)
Im Bereich Bekleidung ist Polyester die am häufigsten verwendete Kunstfaser.
Sie besitzt eine hohe Reißfestigkeit, ist pflegeleicht und trocknet schnell.
Der Nachteil dieser Kunstfaser liegt in der geringen Feuchtigkeitsaufnahme und
geringen Atmungsaktivität. So eignen sich T-Shirts mit hohem Polyester Anteil
nicht für den Sport. Verwendet wird der Stoff Polyester für die Oberbekleidung,
hauptsächlich als Mischgewebe zusammen mit Schur- oder Baumwolle.
Pflege: zwischen 40 °C und 60 °C waschbar
Seide (SE)
Seide ist die feinste Naturfaser, welche glänzend und weich ist, sowie schnell
trocknet. Der Nachteil ist, dass Seide gegenüber hohen Temperaturen
empfindlich ist und somit für Schweiß anfällig sein kann.
Seide wird vorwiegend für Blusen und Schals verwendet.
Pflege: 20 °C bis 30 °C per Handwäsche, nicht für den Trockner geeignet
Das Erfassen der Kleidergröße
Für das Erfassen der Größe ist das richtige Messen entscheidend.
Je nach Marke, Hersteller oder auch Form, können aber die Größen variieren.
Für die Oberbekleidung der Damen werden Brust-, Taillen- und Hüftumfang
gemessen, bei den Herren allerdings nur Taillen- und Hüftumfang.
In der Kategorie Hosen und Jeans werden bei Frauen sowie Männern Taillen- und
Hüftumfang gemessen. Das Maßband wird an der schmalsten Stelle der Taille und
an der Stelle des Gesäßes angelegt.
Da verschiedene Bekleidungstabellen existieren, haben wir dir zur Orientierung
eine deutsche Größentabelle mit den gängigsten Ländern zum Vergleich dargestellt.
Beispiel Konfektionsgrößen Damen
Deutschland
Frankreich
Italien
UK
USA
International
32
34
36
6
4
XS
34
36
38
8
6
XS
36
38
40
10
8
S
38
40
42
12
10
S
40
42
44
14
12
M
42
44
46
16
14
M
44
46
48
16
14
L
46
48
50
18
16
L
48
50
52
20
18
XL
50
52
54
22
20
XL
52
54
56
24
22
XXL
54
56
58
26
24
XXL
Warensicherung
Zur Verhinderung von Diebstählen werden die Artikel in den meisten Geschäften
gesichert. Hierbei werden verschiedene Sicherungsetiketten für die Ware
angewendet. In den meisten Mode- und Bekleidungsgeschäften werden die Kleidungsstücke
durch ein Kunststoffgehäuse ("Hartetikett") befestigt. Diese werden
vorsichtig an unsichtbaren Stellen der Ware angebracht.
Einzelhandelstest
Teste jetzt dein Wissen im Bereich Verkauf & Einzelhandel.
In diesem Quiz gehen wir alle Aspekte ein, die du als Verkäufer/IN
wissen solltest.
Test enthält 38 Multiple Choice Fragen
Mindestens 75 % sind zum Bestehen nötig
Test kann 3 mal durchgeführt werden
Du erhältst ein Abzeichen für dein InStaff Profil
Weitere Schulungen von InStaff
Aktuell bieten wir vier verschiedene Online Schulungen an: die
Basis Hostess Schulung, die Service & Catering Schulung,
die Verkauf- & Einzelhandels Schulung sowie die
Telefonakquise Schulung. Bei erfolgreicher Teilnahme bekommst du
jeweils ein Zertifikat sowie ein Abzeichen in dein InStaff Profil.
Die Schulung richtet sich an Verkäuferinnen und Verkäufer im Mode-Einzelhandel, in Boutiquen und Pop-Up Stores. Sie eignet sich sowohl für Anfänger, Quereinsteiger als auch für Personen mit erster Verkaufserfahrung, bei denen Kundenberatung im Fokus steht.
Der Test besteht aus 38 Multiple-Choice-Fragen. Um zu bestehen, müssen mindestens 75 % der Fragen richtig beantwortet werden. Der Test kann bis zu drei Mal wiederholt werden.
Nach erfolgreichem Bestehen wird ein Abzeichen in deinem InStaff-Profil hinterlegt. So sehen potenzielle Kunden, dass du über theoretisches Wissen im Verkauf verfügst.
Ja. Das Abzeichen signalisiert Auftraggebern, dass du dich bereits mit Verkauf, Kundenberatung und Warenkenntnissen auseinandergesetzt hast. Dadurch steigen deine Chancen, für Einsätze gebucht zu werden.
Nein, du kannst die Schulung auch ohne Registrierung absolvieren. Wenn du jedoch bereits bei InStaff angemeldet bist, solltest du im Test dieselbe E-Mail-Adresse verwenden, damit das Abzeichen korrekt zugeordnet wird.
Nein. Die Schulung vermittelt grundlegendes Wissen für den Mode-Einzelhandel und ist so aufgebaut, dass auch Personen ohne Vorerfahrung gut folgen können.
Die Schulung ist speziell auf den Mode-Einzelhandel, Boutiquen und Pop-Up Stores ausgerichtet. Sie eignet sich nicht für alle Einzelhandelsbereiche, sondern dort, wo aktive Kundenberatung eine zentrale Rolle spielt.
Ansprechpartner für Ihre Rückfragen
Manuel Marschel
Ansprechpartner für Arbeitgeber
Bei Fragen zur Personalbuchung oder zur Durchführung von Personaleinsätzen
können Sie sich gerne an mich wenden.
Die InStaff & Jobs GmbH vermittelt kurzfristig Beschäftigte Mitarbeiter wie
z.B. Messehostessen, Eventhelfer, Catering Personal, Aushilfen & Promoter
in ganz Deutschland.